Grundsteuer: Sachsen legt Entwurf für Landesgesetz vor
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Grundsteuer: Sachsen legt Entwurf für Landesgesetz vor

Wie Baden-Württemberg nutzt auch Sachsen die Öffnungsklausel für eine eigene Grundsteuer. Der Freistaat weicht vom Bundesmodell mit sachsen-spezifischen Steuermesszahlen ab.

Das bedeutet: Statt der für alle Nutzungsarten einheitlichen Steuermesszahl von 0,34 Promille des Bundesmodells sollen in Sachsen 0,36 Promille für Wohngrundstücke und 0,72 Promille für Geschäftsgrundstücke genutzt werden. Bei der Wertermittlung der Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliches Vermögen und bei unbebauten Grundstücken will das sächsische Finanzministerium nicht vom Bundesmodell abweichen.

Warum Sachsen vom Bundesmodell abweicht?

Der sächsische Finanzminister Hartmut Vorjohann ist überzeugt davon, dass das Bundesmodell Wohnen in Sachsen um 30 Prozent verteuern würde. Sein Ministerium hat sich rund 3.600 Echtfälle angesehen und durchgerechnet. Der sächsische Finanzminister will daher Wohnen und geschäftliche Nutzung getrennt betrachten. Deshalb schlägt er sachsen-spezifische Steuermesszahlen vor.

Wie die neue Grundsteuer in Sachsen konkret aussehen könnte, gab der sächsische Finanzminister am Dienstag, den 14. August 2020, bekannt. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) vermutet demnach, dass die Grundsteuer vor allem für Einfamilienhäuser in den Großstädten steigen wird; in Leipzig und Dresden um 60 Euro, in Chemnitz im Schnitt sogar um 100 Euro. In Kleinstädten, so der MDR, würde Wohnen kaum teurer werden. „Gemischt genutzte Gewerbe- und Wohnimmobilien könnten laut MDR sogar in den Genuss einer niedrigeren Grundsteuer kommen“, sagt Ecovis-Steuerberater Jan Brumbauer in Falkenstein, „für unsere gewerblichen Mandanten wäre das natürlich toll.“ Letztlich zweifelt er jedoch an den Ankündigungen. „Für Steuergeschenke haben die Kommunen wegen der geringeren Gewerbesteuereinnahmen aufgrund der Corona-Pandemie derzeit kaum Spielraum“, sagt der Ecovis-Steuerberater.

https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/238737

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Jan Brumbauer
Steuerberater in Falkenstein, Plauen
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