Grundsteuer: Sachsen verabschiedet eigenes Modell
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Grundsteuer: Sachsen verabschiedet eigenes Modell

Wie Baden-Württemberg nutzt auch Sachsen die Öffnungsklausel für eine eigene Grundsteuer. Der Freistaat weicht vom Bundesmodell mit sachsen-spezifischen Steuermesszahlen ab. Am 03.02.2021 passierte das Gesetz zu einem eigenen Modell für die Grundsteuererhebung den Landtag.

Ab 2025 sieht die Grundsteuer in Sachsen vor, zwischen den Nutzungsarten „wohnen“, „Gewerbe“ und „unbebaut“ zu unterscheiden sowie regionale Besonderheiten zu berücksichtigen. Anstelle der einheitlich vorgeschlagenen Steuermesszahl von 0,34 Prozent des Bundes normierte Sachsen zwei andere Messzahlen: 0,36 Prozent für Wohngrundstücke und unbebaute Grundstücke sowie 0,72 Prozent für Geschäftsgrundstücke. Bei der Wertermittlung der Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliches Vermögen weicht das sächsische Finanzministerium nicht vom Bundesmodell ab.

Laut dem Landtagsabgeordneter Georg-Ludwig von Breitenbuch kann dies zwar mehr Nachteile für Unternehmensgrundstücke bergen, dafür aber werden Wohn- und Grundstückseigentümer im Durchschnitt mehr entlastet im Vergleich zum Bundesmodell. Wirtschaftsvertreter fordern aus diesem Grund nun die Kommunen auf, anhand des Hebesatzes für die Grundsteuer unternehmensfreundlich zu agieren.

Weitere Informationen unter Grundsteuer einfach erklärt.

Zum Hintergrund und wie das Bundesmodell genau aussieht, hier erfahren Sie mehr: Bundesrat stimmt der Grundsteuerreform zu

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