Nachhaltiger Hopfenanbau: Das Erfolgsmodell des Hopfenzentrums Brenner
Erfolgsgeschichte Hopfenzentrum Brenner: Seit 1654 kultiviert Familie Brenner in der Hallertau das grüne Gold.
In 13. Generation verbindet Johann Brenner handwerkliche Tradition mit einer weltweit einzigartigen Energiewende und zeigt, wie nachhaltig moderner Hopfenbau sein kann.
Wer die Dimensionen des Hopfenzentrums Brenner in Pfaffenhofen verstehen will, braucht große Vergleichswerte. Die jährliche Ernte von rund 170 Tonnen Hopfen reicht rechnerisch aus, um die Biermenge des Münchner Oktoberfests rund 40-mal zu brauen. In der Hallertau bewirtschaftet Johann Brenner 60 Hektar Fläche. Während der Großteil der Ernte in die USA oder nach Japan exportiert wird, treibt der Inhaber die ökologische Modernisierung voran. Regelmäßig teilen Praktikanten aus Ländern wie Chile, USA, Argentinien, Frankreich und Deutschland diesen Wissensschatz und lernen auf dem Hof in der Hallertau moderne Agrarwirtschaft kennen.
Präzisionstrocknung mit Trockenmasse
Das Herzstück ist ein weltweit einzigartiges Energiezentrum. Für rund drei Millionen Euro stellte Brenner die Hopfentrocknung von Heizöl auf Holzhackschnitzel um. „Ich möchte ressourcenschonend arbeiten“, erklärt der Unternehmer. Die Herausforderung: Die Temperatur muss für die Hopfenqualität auf zwei bis drei Grad genau regelbar sein. Gemeinsam mit regionalen Partnern wie dem Heizungsbauer Heizomat setzte Brenner dieses Pilotprojekt erfolgreich um.
Struktur für das grüne Gold
Die Landwirtschaft bleibt ein Geschäft mit natürlichen Ertragsschwankungen, was vorausschauende Planung erfordert. Neben der Haupttätigkeitszeit von März bis Oktober, in der bis zu 30 Saisonkräfte aus Rumänien den Betrieb unterstützen, nutzt Brenner die Wintermonate zur Vorbereitung. Neben dem Hopfenbau umfasst der Betrieb einen eigenen Forst, der die Hackschnitzel für die Trocknung liefert, eine kleine externe Hofbrauerei sowie eine Nanduhaltung.
Zahlen bändigen, Innovationen fördern
Um den Rücken für diese Projekte frei zu haben, vertraut der Familienbetrieb Brenner seit über 30 Jahren auf die Partnerschaft mit Ecovis in Pfaffenhofen. Die Kanzlei verantwortet ein vollumfängliches Mandat mit Finanzbuchhaltung, Lohnabrechnung der Saisonkräfte und Jahresabschluss. Besonders bei den millionenschweren Investitionen war die enge Abstimmung entscheidend für die Finanzierungssicherheit. „Johann Brenner traut sich, neue Wege zu gehen, und setzt seine Visionen konsequent um“, sagt Johannes Feulner, Steuerberater bei Ecovis in Pfaffenhofen.
Hintergrund
Über das Hopfenzentrum Brenner
Seit 1654 besteht der Familienbetrieb in der Hallertau und wird heute in der 13. Generation von Johann Brenner geführt. Das Unternehmen kombiniert professionellen Hopfenanbau für die Brau- und Pharmaindustrie mit innovativer Technik. Es betreibt die weltweit erste mit zu 100 Prozent Biomasse befeuerte Präzisionstrocknungsanlage. Zudem bietet der Hof als regionales Kompetenzzentrum Fachführungen und touristische Einblicke in die Hopfenwelt an.