Due Diligence: Werte erkennen und nutzbar machen

Eine Due Diligence ist bei Zukäufen unverzichtbar. Sie ist mehr als ein Instrument, um Informationen aufzudecken – sie trägt signifikant zum Erfolg von Transaktionen bei.

Neben dem hohen Nutzen für das Käuferunternehmen kann eine Due Diligence auch maßgebliche Auswirkungen auf die Ermittlung des Unternehmenswerts, des Kaufpreises und das Vertragswerk haben. Daneben ist die Exkulpation – also die Möglichkeit eines Schuldners, ein vermutetes Verschulden seinerseits zu widerlegen – ein wichtiges Instrument, um in möglichen Rechtsstreitigkeiten dem Vorwurf der Fahrlässigkeit und Sorgfaltspflichtverletzung zu begegnen sowie Haftungsansprüchen zu entgehen.

Ziel und Inhalt einer Due Diligence werden in der Praxis sehr unterschiedlich und häufig auch missverständlich interpretiert. „Bei einer Due Diligence handelt es sich nicht um eine ausschließlich statische Betrachtungsweise, sondern vielmehr um einen Analyseprozess, der den gesamten Transaktionsprozess gestaltend begleitet“, sagt Michael B. Schröder, Wirtschaftsprüfer bei Ecovis in Düsseldorf.

In der Praxis hat sich im Rahmen der Due Diligence eine Vielzahl von Teilreviews etabliert:

  • Die Financial Due Diligence ist weit verbreitet. Bei ihr werden das interne und externe Rechnungswesen sowie die Planungsrechnung geprüft.
  • Die juristischen (Legal Due Diligence) sowie steuerlichen Prüfungen (Tax Due Diligence) sind standardmäßige Teilreviews.
  • Daneben gewinnen IT Due Diligence und Compliance Due Diligence an Bedeutung, insbesondere zur Aufdeckung von straf- und zivilrechtlichen Sanktionen sowie zur Vermeidung des Verlusts von Reputationskapital im Fall von Compliance-Verstößen.

Die Due Diligence kann sowohl vom Verkäufer als auch vom Käufer beauftragt werden. Insbesondere wenn mehrere potenzielle Käufer interessiert sind und damit das Erfolgsrisiko für den einzelnen Interessenten sinkt, scheuen viele das Kostenrisiko einer Käufer-Due-Diligence. „Um aus Sicht der Verkäufer das bestmögliche Angebot zu erhalten, wird das Thema Vendor-Due-Diligence zum Bestandteil von Bieterverfahren. Das schafft im Vorfeld die notwendige Transparenz“, erklärt Ecovis-Wirtschaftsprüferin Katja Nötzel in Leipzig.

Analysieren und bewerten

Die Durchführung einer Due Diligence ist ein standardisierter Prozess. Interne Informationen werden mithilfe von Checklisten erfasst. Im weiteren Prozess werden die gewonnenen Daten analysiert und einer Risikobewertung unterzogen. Hierzu werden – sofern möglich – auch auf extern verfügbare Informationen vergleichbarer Branchen oder Unternehmen zurückgegriffen. Das Ergebnis dieser Prüfungen wird in einem Due-Diligence-Bericht zusammengefasst. Um einen möglichst exakten Überblick zu bekommen, bestehen die Due-Diligence-Teams aus internen und externen Experten unterschiedlicher Fachbereiche. Damit ist Ecovis ein perfekter Ansprechpartner. „Wir können unseren Mandanten an ihre Bedürfnisse angepasste Teams aus Wirtschaftsprüfern, Steuerberatern, Rechtsanwälten und Unternehmensberatern sowie IT-Spezialisten anbieten. Und mit unserem internationalen Netzwerk können wir unsere Services auch weltweit bereitstellen“, sagt Nötzel.

Katja Nötzel, Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin bei Ecovis in Leipzig

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