Ecovis bringt Mittelstandsperspektive in aktuelle Lünendonk-Studie „Tax Technology 3.0“ ein
Die Digitalisierung der Steuerfunktion ist für Unternehmen längst kein Zukunftsthema mehr, sondern eine strategische Notwendigkeit. Steigende regulatorische Anforderungen, E-Invoicing, internationale Berichtspflichten und der zunehmende Fachkräftemangel erhöhen den Druck auf Finanz- und Steuerabteilungen. Als Kooperationspartner der Studie „Tax Technology 3.0“ von Lünendonk & Hossenfelder hat Ecovis insbesondere die Perspektive mittelständischer Unternehmen eingebracht, also jener Betriebe, in denen Transformation nicht im geschützten Projektraum, sondern parallel zum Tagesgeschäft stattfindet.
Empirische Einblicke in den Status quo der Steuerfunktion
Für die Studie wurden 84 Unternehmen in Deutschland befragt – vom KMU bis zum Konzern. Die Ergebnisse zeigen: Viele Steuerfunktionen wirken nach außen stabil und erfüllen ihre Compliance-Anforderungen zuverlässig. Gleichzeitig sind Prozesse häufig fragmentiert, stark manuell geprägt und technologisch nicht durchgängig integriert. Künstliche Intelligenz kommt bislang überwiegend punktuell zum Einsatz, etwa in Pilotprojekten oder bei der Dokumentenerstellung. Der strategische Hebel liegt jedoch tiefer in der Verzahnung von Daten, Systemen, Prozessen und klar definierten Verantwortlichkeiten.
Digitalisierung braucht Architektur, nicht nur Tools
„Wir erleben in der Praxis, dass viele Unternehmen einzelne digitale Lösungen eingeführt haben, aber die Gesamtarchitektur der Steuerfunktion nicht konsequent weiterentwickelt wurde“, sagt Dr. Ferdinand Rüchardt, Geschäftsführer bei Ecovis. „Tax Technology entfaltet ihren Nutzen erst dann voll, wenn Prozesse End-to-End gedacht und sauber in ERP- und Finanzsysteme integriert sind.“
Gerade im Mittelstand zeigt sich, dass Digitalisierung weit mehr ist als ein IT-Projekt. Die Einführung eines integrierten ERP-Systems, die Digitalisierung steuerlicher Belegprozesse oder die Implementierung der E-Rechnung bedeuten stets auch einen Kulturwandel. Daten müssen strukturiert, Verantwortlichkeiten geklärt und Mitarbeitende aktiv eingebunden werden.
„Digitalisierung im Mittelstand funktioniert dann, wenn sie pragmatisch umgesetzt und strategisch verankert wird“, so Dr. Rüchardt weiter. „Es geht nicht darum, möglichst viele Tools einzusetzen, sondern Transparenz zu schaffen, Risiken zu reduzieren und Freiräume für unternehmerische Entscheidungen zu gewinnen.“
Ganzheitliche Begleitung statt Insellösungen
Ecovis begleitet mittelständische Unternehmen und insbesondere Kanzleien bei der digitalen Transformation ganzheitlich – von der steuerlichen Strukturierung über die Optimierung von Compliance-Prozessen bis hin zur Integration moderner Technologien. Ziel ist es, steuerliche Sicherheit mit Effizienz und Zukunftsfähigkeit zu verbinden. Die Ergebnisse der Lünendonk-Studie unterstreichen dabei, was Ecovis in der Beratungspraxis täglich beobachtet: Der eigentliche Transformationshebel liegt nicht in einzelnen Technologien, sondern in der strategischen Neugestaltung der steuerlichen Gesamtarchitektur.