Nachhaltiges Einweggeschirr & Kreislaufwirtschaft: Wie Leef und Wisefood ökologisches Wachstum international skalieren
Vom Palmblatt-Pionier zum internationalen Gesamtanbieter: Leef und Wisefood zeigen, wie ökologische Verantwortung und wirtschaftliches Wachstum in einer starken Partnerschaft gelingen.
„Angesichts der Klimakrise müssen wir als Unternehmen Verantwortung übernehmen“, sagt Leef-Geschäftsführer Jens Christoph. Diese Überzeugung prägt das Unternehmen aus Potsdam. Was mit Palmblattprodukten aus Indien begann, hat sich zum global agierenden Anbieter für nachhaltiges Einweggeschirr entwickelt.

Ein Kreislauf aus Stil und Funktion
Exemplarisch für diesen Ansatz stehen Produkte wie mikrowellenfeste Palmblattschalen oder essbare Reisstrohhalme. Sie binden im Wachstum CO2 und kehren als Kompost in den Boden zurück. Nachhaltigkeit, Nutzwert und Ästhetik haben ihren Preis. Aber Christoph gibt zu bedenken: „Die konventionelle Industrie ist nur deshalb günstiger, weil sie ökologische Folgeschäden der Allgemeinheit aufbürdet.“ Für die Vorreiterrolle bei der Etablierung von Kreislauflösungen wurde Leef mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2025 ausgezeichnet.
Vom Spezialisten zum Vollsortimenter
Auch die Transformation hin zum strategischen Vollsortimenter, der ökologische Alternativen massentauglich macht, wurde in der Jurybegründung hervorgehoben. Denn der Marktzugang über den Großhandel entpuppte sich für Leef nicht als der richtige Weg. Seit dem Kauf des Vollsortimenters Wisefood vor einem Jahr beliefert die Gruppe sowohl den Lebensmitteleinzelhandel als auch Kunden aus den Branchen Hotel, Gastronomie und Catering direkt. „Die Fusion ist organisatorisch abgeschlossen. Unsere Wachstumsbereiche verstärken sich jetzt gegenseitig“, erklärt Christoph. Einem Umsatzplus von über 40 Prozent im vergangenen Jahr soll 2026 ein dreistelliges Wachstum folgen.
Zur Finanzierung der anstehenden Projekte setzt Leef nicht auf institutionelles Eigenkapital, sondern stattdessen mit einer börsennotierten Anleihe auf Investoren, die nachhaltig investieren wollen. „Das sichert unsere unternehmerische Freiheit“, sagt Geschäftsführer Christoph.
Beratung auf Augenhöhe
Eine weitreichende Internationalisierung der Geschäfte soll das Wachstum weiter ankurbeln. Bereits jetzt liefert Leef Container bis nach Chile oder Kanada. Für den Expansionskurs setzt das Unternehmen auch auf eine Zusammenarbeit mit Ecovis, die über das Prüfungsmandat hinausgeht. „Wir sind das ganze Jahr über Ansprechpersonen“, erklärt Maximilian Pongratz, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei Ecovis in München. Und Leef-CEO Jens Christoph ergänzt: „Wir brauchen Partner, die auch bei kleinen Unternehmen wie unserem groß denken. Bei Ecovis verbindet sich fachliche Tiefe mit erstklassiger persönlicher Zusammenarbeit.“