Digitalisierung im Mittelstand: Warum neue Software auch die Unternehmenskultur verändert
Im Mittelstand zeigt sich, dass Digitalisierung mehr ist als ein weiteres IT-Projekt. Sie bedeutet oftmals auch einen Kulturwandel. Warum das so ist und wie Tax Technology ihre ganze Wirksamkeit entfalten kann, erklärt Uwe Reier, Geschäftsführer der Vitrinen- und Glasbau Reier GmbH im sächsischen Lauta.
Herr Reier, bitte erklären Sie in wenigen Worten, was Ihr Unternehmen macht.
Die Vitrinen- und Glasbau Reier GmbH mit Sitz in Lauta entwickelt und produziert hochwertige Vitrinen- und Glaslösungen, vor allem für Museen, Ausstellungen und anspruchsvolle Präsentationsbereiche. Wir fertigen individuelle Lösungen nach Kundenanforderungen und begleiten Projekte von der Planung über die Produktion bis zur Montage.
Viele Unternehmen führen einzelne digitale Lösungen ein, entwickeln die Gesamtarchitektur der Steuerfunktion jedoch nicht konsequent. Wie sind Sie an die Sache herangegangen?
Für uns war wichtig, Digitalisierung ganzheitlich zu betrachten. Deshalb haben wir ein ERP-System eingeführt, das zentrale Prozesse und Daten zusammenführt. Dabei wurden wir von Ecovis unterstützt, insbesondere bei steuerlichen und organisatorischen Fragestellungen. Ziel war es, Abläufe transparenter zu machen, Daten strukturiert zu erfassen und die Steuer- und Finanzprozesse sauber in die Gesamtarchitektur einzubinden.
Welche Auswirkungen hatte die Einführung?
Mit der Einführung des ERP-Systems haben sich viele Prozesse verändert. Abläufe wurden klarer strukturiert, die zentral erfassten Daten stehen schneller zur Verfügung. Gleichzeitig bedeutet Digitalisierung auch einen kulturellen Wandel im Unternehmen: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen neue Systeme nutzen, Daten konsequent pflegen und stärker prozessorientiert arbeiten.
Wo sehen Sie die größten Vorteile durch die Digitalisierung?
Die größten Vorteile liegen in der Transparenz und Effizienz. Wir haben jederzeit einen besseren Überblick über unsere Zahlen, Prozesse laufen strukturierter und Entscheidungen können auf einer verlässlichen Datenbasis getroffen werden. Gleichzeitig reduziert sich der manuelle Aufwand, wodurch mehr Zeit für wertschöpfende Aufgaben bleibt.

