Grundsteuer: Bayern verabschiedet sein Flächenmodell
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Grundsteuer: Bayern verabschiedet sein Flächenmodell

Das Bundesland Bayern hatte im Gesetzgebungsverfahren zur Grundsteuer die Öffnungsklausel durchgesetzt. Damit können die Länder eigene Landesgesetze für die Grundsteuer verabschieden. Am 6. Dezember hat die bayerische Staatsregierung dem Gesetzentwurf zugestimmt. Bayern wählt ein reines Flächenmodell ohne Grundsteuer C.

Bayern wählt bei der Grundsteuer einen Sonderweg. Am 6. Dezember hat das bayerische Kabinett den entsprechenden Gesetzesentwurf verabschiedet. Dieser sieht ein fast reines Flächen-Modell für die Grundsteuer B vor.

Bayerns Grundsteuergesetz ist ein reines Flächenmodell

Die Steuerlast will das bayerische Grundsteuergesetz unabhängig vom Wert des Grundstücks und der Immobilie ermitteln. Das soll verhindern, dass steigende Grundstückspreise automatisch zu höheren Steuern führen. Die Höhe der Steuer richtet sich nach Grundstücks- und Gebäudefläche, der Nutzung und dem von den Kommunen festgesetzten Hebesatz. Dabei soll die Grundstücksfläche mit vier Cent pro Quadratmeter und die Gebäudefläche mit 50 Cent pro Quadratmeter angesetzt werden.

Einige Besonderheiten sind jedoch auch im bayerischen Flächenmodell vorgesehen. Neben einem Abschlag für Wohnflächen von 30 Prozent sind zusätzliche Abschlagsmöglichkeiten für besonders große Grundstücke, Denkmäler und den sozialen Wohnungsbau geplant.

Eine Grundsteuer C, die es Kommunen erlauben würde, einen erhöhten Grundsteuerhebesatz für baureife Grundstücke zu erheben, ist nicht vorgesehen.

Zum Hintergrund und wie das Bundesmodell genau aussieht, hier erfahren Sie mehr: Bundesrat stimmt der Grundsteuerreform zu

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