Elektromobilität: Bundesregierung wird die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge fördern
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Elektromobilität: Bundesregierung wird die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge fördern

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Indem die Bundesregierung den Ausbau der Ladeinfrastruktur in Deutschland fördert, will sie die Elektromobilität im Land voranbringen. Dazu sind zwei neue Förderangebote in Planung, die in den kommenden Wochen und Monaten starten sollen. Davon profitieren sowohl Unternehmen als auch private Haushalte.

Bereits 2019 billigte der Bundesrat weitere steuerliche Anreize für Elektroautos. Das war damals vor allem für Unternehmerinnen und Unternehmer von Vorteil, denn die Maßnahmen verbesserten unter anderem die bestehenden Förderungen für Elektro- und Hybridfirmenwagen.

So können Unternehmen und Angestellte schon seit mehreren Jahren von staatlichen Förderungen und einigen steuerlichen Begünstigungen bei der Anschaffung von E-Dienstwagen profitieren. Bei Privatfahrten mit einem E-Dienstwagen ist im Vergleich zu Verbrennern beispielsweise nur ein geringer Teil des steuerpflichtigen Privatanteils zu versteuern. Auch beim Betanken lässt sich Geld sparen, denn die Stromkosten sind niedriger als die Benzinpreise. Außerdem stellen viele Unternehmen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine Lademöglichkeit zur Verfügung – entweder als Ladestation im Betrieb oder als Wallbox für zu Hause. Für beides gibt es steuerliche Begünstigungen.

Die geplanten Förderangebote

Um dem Ziel, den Verkehr in Deutschland nachhaltiger und klimaschonender zu gestalten, näherzukommen, will die Regierung bald noch weitere Fördermaßnahmen auf den Weg bringen. Von dieser staatlichen Förderung der E-Mobilität sollen sowohl Unternehmen als auch Privathaushalte profitieren können. Konkret sind zwei Programme in Aussicht:

  1. Bereits ab Sommer 2023 soll der Aufbau der Schnellladeinfrastruktur mit einem Volumen von bis zu 400 Millionen Euro unterstützt werden. Das Vorhaben umfasst auch den Netzanschluss für den Betrieb gewerblich genutzter Pkw und Lkw.
  2. Ab Herbst 2023 können Privathaushalte weiter profitieren. Durch die Förderung soll die Eigenstromversorgung, also die Kombination aus Ladestation, Photovoltaikanlage und Speicher, mit insgesamt bis zu 500 Millionen Euro unterstützt werden. Voraussetzung hierbei ist jedoch, dass schon ein Elektroauto vorhanden ist.

Das Gesamtvolumen der beiden Programme beträgt 900 Millionen Euro und soll über den Klima- und Transformationsfonds finanziert werden. Bei diesem Fonds handelt es sich um ein Sondervermögen in Höhe von rund 35 Milliarden Euro, mit welchem Klimaschutzmaßnahmen, die zum Erreichen der Klimaschutzziele des Klimaschutzgesetzes und einer Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit notwendig sind, unterstützt werden. „Die weitere Förderung der E-Mobilität durch die Bundesregierung wird als zusätzlicher Anreiz dienen und dazu führen, dass sich noch mehr Unternehmen und private Haushalte dafür entscheiden, auf Elektroautos umzusteigen. Für Unternehmer kann das dann auch steuerlich interessant sein, denn obwohl die Anschaffungskosten oft etwas höher als für Benziner oder Dieselfahrzeuge sind, gleichen die Steuereinsparungen das schlussendlich wieder aus. Unternehmen sollten sich dazu in jedem Fall mit ihrem Berater besprechen“, sagt Stephan Jäkel, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei Ecovis in Osnabrück.

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Stephan Jäkel
Steuerberater, Wirtschaftsprüfer in Osnabrück
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