Weiterbildung in Arztpraxen: Diese Fördermöglichkeiten sollten Ärzte kennen
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Weiterbildung in Arztpraxen: Diese Fördermöglichkeiten sollten Ärzte kennen

Weiterbildung: Ärztinnen und Ärzte sowie alle Mitarbeitenden in Arztpraxen müssen sich stets weiterbilden, um die bestmögliche Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten zu gewährleisten. Finanzielle Unterstützung bekommen sie durch bundesweite Fördermöglichkeiten sowie teils auch auf Ebene der einzelnen Bundesländer.

Bundesweit sowie auch regional gibt es verschiedene Förderinstrumente zur Unterstützung der ärztlichen Weiterbildung, zur Qualifizierung von Praxispersonal sowie zur Integration von Fachkräften.

Ärztliche Weiterbildung

Die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) unterstützen die fachärztliche Weiterbildung im ambulanten Bereich. „Grundlage ist hier das Fünfte Buch Sozialgesetzbuch“, erklärt Ecovis-Steuerberaterin Hanna Zinth in Landsberg am Lech. Durch einen monatlichen Zuschuss zur Vergütung fördern die KVen Praxen und Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung. Voraussetzungen sind unter anderem Weiterbildungsbefugnis, Genehmigung durch die KV und Approbation. „Die Zahl der Stellen ist kontingentiert und wird über Auswahlverfahren vergeben. Wer das in Anspruch nehmen möchte, sollte sich also frühzeitig informieren“, rät Zinth.

Qualifizierung von Praxispersonal

Über die Arbeitsförderung können nichtärztliches Praxispersonal und Arztpraxen Zuschüsse zu Weiterbildungen erhalten. Gefördert werden Lehrgangskosten und Zuschüsse zum Arbeitsentgelt. Voraussetzung sind unter anderem Qualifizierungsbedarf und eine zugelassene Maßnahme. Die Förderung ist branchenübergreifend und jeweils an eine Einzelfallprüfung der Agentur für Arbeit gebunden.

Individuelle Förderungen

Der Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit fördert die berufliche Weiterbildung oder Umschulung von Arbeitslosen oder von Arbeitslosigkeit bedrohten Personen, wenn diese für die berufliche Eingliederung erforderlich sind. Mit dem Eingliederungszuschuss der Agentur für Arbeit können Arbeitgeber bei Einstellung von Personen mit Vermittlungshemmnissen Zuschüsse erhalten.

Förderungen bei Physiotherapeuten

Die Einbindung physiotherapeutischer Leistungen erfolgt überwiegend außerhalb klassischer vertragsärztlicher Praxisstrukturen. Daher bestehen für Physiotherapeuten keine spezifischen Förderprogramme. Weiterbildung und Anstellung lassen sich jedoch über Arbeitsmarktinstrumente unterstützen, insbesondere durch die Arbeitsförderung und den Eingliederungszuschuss.

„Für die praktische Umsetzung ist entscheidend, dass Ärzte die Fördermaßnahmen frühzeitig planen und vor Beginn beantragen“, sagt Ecovis-Steuerberaterin Zinth. Und weiter: „Eine enge Abstimmung mit den einzelnen KVen sowie den zuständigen Agenturen für Arbeit ist hierfür unerlässlich, da die regionale Ausgestaltung variieren kann.“

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